In Hirm im Burgenland sind rund 80 Mitarbeiter*innen bei der österreichischen Kuvertindustrie ÖKI beschäftigt. Geschäftsführer Patrick Grafl: „Wir bauen unseren Markt stetig weiter aus.“ Das oberste Ziel ist es, gemeinsam mit den Kund*innen, die perfekte Produktlösung zu finden.

Am ÖKI-Produktionsstandort in Hirm werden pro Jahr rund 750 Mio. Kuverts und Versandtaschen mit einem modernen und leistungsstarken Maschinenpark hergestellt, bedruckt und konfektioniert. Taglich werden über 200 Paletten ausgeliefert. Im Vorjahr war man in Hirm auch einige Monate in Kurzarbeit. Seit September 2020 herrscht, zumindest was die Arbeitszeiten betrifft, wieder Normalität. Patrick Grafl:

„Die Kuverterzeugung ist ein hochindustrialisierter Prozess, der weitestgehend ausgereizt ist. Es geht um Mengen – welche allerdings seit Jahren immer kleiner werden – und um den Preis. Bei vielen Aufträgen ist die Wertschöpfung schwindend. Abheben kann man sich da nur durch den Service, Flexibilitat und gute Mitarbeiter.“

Bei großen Stückzahlen werden die Kuverts in-line im Flexodruck mit bis zu vier VolItonfarben oder in Skala bedruckt. In diesem preisumkämpften Markt hilft der umfangreiche Maschinenpark, um Rüstzeiten zu reduzieren. Im Dreischichtbetrieb wird rund um die Uhr formatoptimiert produziert. Der durch die Covid-Krise ausgelöste Digitalisierungsschub hat die Problematik nicht einfacher gemacht. Prozesse, die bisher einen Brief plus Kuvert erforderten, werden immer häufiger nur elektronisch abgewickelt. Patrick Grafl:

„Der Mengenkonsolidierung wurde nochmals vorgegriffen. Eine Spezialisierung, das Produzieren von Nischenprodukten, höchste Flexibilitat, Nachhaltigkeit und ein entsprechend hohes Service Level wirken dem entgegen.“

Kuvert-Manufaktur

In Hirm hat man in den letzten Jahren daher vor allem das nachträgliche Drucken und Veredeln auf Fertigware im Offset sowie die Blattfertigung forciert. Es wird laufend in den Maschinenpark investiert, um den Markt mit qualitativ hochwertigen Produkten bedienen zu können. Was 2020 fehlte waren die vielen
Sonderproduktionen für den Tourismus und die Hotellerie. Gut entwickelt hat sich dagegen der Markt fur den Versandhandel oder für den medizinischen Laborbereich (Laborbeutel, Probenversand, …). Hier geht es um verschiedenste Produkte in allen erdenklichen Ausführungen und Formaten. Kreative Sonderanfertigungen erfordern ebenfalls eine professionelle Datenbearbeitung in der Druckvorstufe. Auch hier ist ÖKI mit Spezialisten für die Gesamtkreation gut aufgestellt.

Kuvert und Verpackungslösungen

Es gibt Dinge, die noch lange nicht per E-Mail verschickt werden können. Genau dafür bietet ÖKI, neben den vielen Eigenfertigungsprodukten, gemeinsam mit zwei Partnern in Tirol und Bayern verschiedene Verpackungslösungen an. Bspw. Blitzbodenkartons, die es in 28 Größen gibt, welche alle auf das Europalettenmaß optimiert sind. Weiters hat man mehr als 160 verschiedene E-Commerce Verpackungen mit Selbstklebeverschluss für den professionellen Versand sofort ab Lager lieferbar. Luftpolsterversandtaschen und Co. runden das Portfolio ab.

Höchste Qualität, Nachhaltigkeit und rasche Umsetzung

ÖKI punktet bei seinen Kund*innen mit höchster Qualität in der gesamten Wertschöpfungskette und einer raschen Umsetzung. Patrick Grafl:

„Erst vor wenigen Wochen haben wir für einen Kunden innerhalb weniger zwei Tagen über zwei Mio. C4-Kuverts realisiert. Mit über 8000 Palettenplätzen für die Lagerartikel haben wir da die notwendige Flexibilität und Verfügbarkeit.“

Nachhaltigkeit wird bei ÖKI besonders großgeschrieben. Die Produktion ist mit Zertifikaten wie dem Austria Gütezeichen, FSC, dem Blauen Engel und dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Seit dem Vorjahr ist auch die Zertifizierung nach PEFC abgeschlossen. ÖKI kann dann als einziger Lieferant PEFC zertifizierte Kuverts und Versandtaschen, produziert in Österreich, anbieten. Zusätzlich, so der ÖKI-Geschäftsführer, kommen auch die Rohstoffe, wo dies
möglich ist, aus der Region. Das Zertifikat PRINTED IN AUSTRIA rundet den Möglichkeitenbereich zusätzlich ab.

Foto © ÖKI

Dieser Artikel stammt aus der Zeitschrift Papier & Druck.