Die Möglichkeiten des Inkjet-Druck

Schöne bunte Inkjet-Druckwelt

Die industrielle Inkjet-Technologie eröffnet viele neue Möglichkeiten. Der Verband stellt die wichtigsten davon vor und unterzieht den Inkjetdruck auch gleich einer Plus-/Minus-Bewertung.

Kurz zusammengefasst: Inkjet kann natürlich alles drucken, was auch andere Technologien bereits können. Aber die vielen möglichen Details machen den ihn so besonders:

Bücher, Magazine, Kataloge

Dass Bücher oder Magazine im Inkjetdruck produziert werden können, ist zunächst nichts Neues. Moderne Highspeed-Inkjet-Maschinen aber haben ein Preis-Leistungs-Verhältnis erreicht, das für die heute typischen kleineren Auflagen den Inkjetdruck extrem attraktiv macht. Der Verlag produziert eine kleinere Erstauflage als früher und druckt nach Bedarf kleinere Auflagen nach, je nachdem wie der Markt reagiert.

Moderne Fertigungsstraßen sind auch schon so weit, dass Bücher kostengünstig on demand produziert werden können. Erst bei der Bestellung läuft die Produktion an – und zwar möglicherweise in der Auflage von nur einem Stück.

Direct Mailings

Adress-Personalisierungen wurden schon lange mit Inkjetdruckern durchgeführt. Doch heute können Personalisierungen in Farbe und mit einer weitaus höheren Geschwindigkeit geliefert werden. Dadurch sinken die Produktionszeiten von Wochen auf Tage.

Verpackungen

Inkjet hat das Zeug, den Verpackungsmarkt zu revolutionieren. Die hohe Qualität von Inkjet macht Kleinauflagen in der Verpackung immer sinnvoller. So können Prototypen oder Kleinstserien nun kostengünstig erzeugt werden.

Angewandt wird das Konzept auch bei Web-to-Pack, der vollautomatisierten Verpackungsproduktion, die über das Internet angesteuert wird. Kunden bestellen und wählen ihre Verpackung einfach online in einem Webshop (z. B. packlane.com, printmate.de). Interaktionen werden stark reduziert und jeder Auftrag kann von Bestellung bis Verrechnung einfach nachverfolgt werden.

Etiketten

Hohe Qualität und schnelle Lieferung und gleichzeitig Effekte wie etwa Glanzlack – der Inkjet ermöglicht Kleinauflagen oder sogar personalisierte Etiketten, wie sie in keinem anderen Verfahren denkbar sind.

Signage und Displays im Außenbereich

Hier hat der Inkjet von Anfang an seine Vorteile ausspielen können, denn es geht meistens um kleine Auflagen und große Formate (Werbebanner, Planen, Fahnen etc.)

Dekorbereich

Einer der Vorteile von Inkjet ist, dass auf verschiedensten Materialien (Plastik, Glas, Holz, Kunststoffe, Objekte) gedruckt werden kann. Damit werden heute personalisierte Tapeten oder personalisierte Fliesen möglich – mit Sujets oder Mustern, die vom Kunden geliefert werden.

Sonderdrucke

Effekte wie sie früher in vielen Fällen nur im Siebdruck möglich waren, werden derzeit vom Inkjet erobert: Glanzdruck, Effektlack, 3D-Effekte oder Druck mit haptischen Effekten wurden bereits vorgestellt.

Vorteile

Inkjet passt sich den heutigen Marktbedingungen und dem Wunsch nach Individualisierung an und ermöglicht die Erfüllung sich rasch ändernder Kundenwünsche. „On-Demand“-Bestellungen mit

schneller und kurzfristiger Produktion und

Flexibilität.

Personalisierbarkeit und
 Individualisierbarkeit

sind dadurch keine Zukunftsmusik mehr, sondern bereits Teil unseres Lebens.

Nachteile

Tintenkosten: Die hohen Kosten für die Tinte, die manchmal als „flüssiges Gold“ bezeichnet wird. Das macht den Kostenvorteil von Inkjet bei höheren Auflagen zunichte. Durch größere Verbreitung und den steigenden Konkurrenzdruck könnten die Tintenkosten aber in Zukunft sinken, hoffen die Analysten.

Hohe Investitionskosten: Im Gegensatz zum Heim-Inkjet-Drucker sind die professionellen Geräte, die alle Stücke spielen, richtig teuer. Das rechnet sich nur bei entsprechender Auslastung. Viele dieser Geräte sind deshalb nur etwas für den professionellen Druckdienstleister.

Qualität: Die Qualität im Inkjet hängt von der jeweils verwendeten Technologie ab. Auf der einen Seite gibt es Verfahren, die höchste Anforderungen erfüllen – das aber meist zu einem entsprechenden Preis. Auf der anderen Seite muss man oft Kompromisse bei der Qualität eingehen, wenn es um Inkjet geht.

Bild © Adobe Stock / Duris Guillaume

2023-01-03T19:27:02+01:0019. April 2018|

Diesen Beitrag teilen:

Titel

Nach oben