Papier unter Druck – und dennoch unverzichtbar

Der Austropapier-Branchenbericht unter der Lupe

Der Austropapier-Branchenbericht 2025 liefert ein ernüchterndes Bild: Die österreichische Papier- und Zellstoffindustrie hat im vergangenen Jahr einen Produktionsrückgang von 7,6 Prozent verzeichnet, grafische Papiere sogar fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Hinter diesen Zahlen steckt ein struktureller Wandel, der die Druckbranche unmittelbar betrifft: Papiermaschinen werden auf Verpackungspapiere umgestellt, Kapazitäten für grafische Sorten schrumpfen – in Österreich von 2,7 auf nur noch 1,7 Millionen Tonnen. Für Druckereien bedeutet das mittelfristig eine engere Verfügbarkeit und weniger Wettbewerb unter den Lieferanten, mit den bekannten Folgen für die Einkaufskonditionen.

Was die Druckbranche dabei nicht aus den Augen verlieren sollte: Der Rohstoff Papier steht ökologisch auf einem bemerkenswert soliden Fundament. Österreich weist mit 88 Prozent die höchste Papier-Recyclingquote in Europa auf, im Verpackungsbereich liegt sie sogar noch höher. Gleichzeitig stammen bereits 70 Prozent der in der Papierproduktion eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen – ein Wert, der in kaum einer anderen Industriebranche erreicht wird. Diese Zahlen sind für die Druckbranche kein Selbstzweck, sondern handfeste Kommunikationsargumente gegenüber Kunden, die zunehmend nach dem ökologischen Fußabdruck ihrer Druckprodukte fragen.

Die Austropapier ist der Branchenverband der österreichischen Papierindustrie mit Sitz in Wien. Sie vertritt 21 Mitgliedsunternehmen an 23 Produktionsstandorten.

Download | Aktueller Branchenbericht

Bild © Pixabay

2026-04-28T12:03:25+02:0028. April 2026|

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