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Verband Druck & Medientechnik

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30.09.2011

Verband Druck & Medientechnik kündigt  KollektivvertragVerband Druck & Medientechnik kündigt Kollektivvertrag

Der Verband Druck & Medientechnik hat in den letzten Jahren in einer Vielzahl von Verhandlungen versucht, den Sozialpartner von der Notwendigkeit struktureller und substanzieller Änderungen im Grafischen Kollektivvertrag zu überzeugen. Unsere Zielsetzung war und ist es dabei, nicht mehr zeitgemäße und aufgrund der Ertragssituation zunehmend nicht mehr leistbare Kostenfaktoren (Zulagen und Zuschläge) zu reduzieren sowie praktikable Modelle der Arbeitszeitflexibilisierung zu ermöglichen.

 

Beim letzten Gespräch hat die Gewerkschaft ihre Vorstellungen für die Erhöhung der Löhne bzw. Gehälter für das Jahr 2012 dargestellt, die deutlich über der geschätzten Inflationsrate von 3,2 % liegen. Das würde die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Druckereien weiter schwächen.

 

Seitens des Verbandes wurde ein Angebot vorgelegt, das aus Sicht des Verbandes ein Minimalerfordernis darstellt. Dieses Angebot hat nicht die Zustimmung der Gewerkschaft gefunden.

 

Als Sozialpartner ist der Verband Druck & Medientechnik auch weiterhin von der grundlegenden Sinnhaftigkeit eines grafischen Kollektivvertrages überzeugt. Diesem muss aber eine von beiden Seiten akzeptierte gemeinsame Basis zugrunde liegen, um ihn zum Wohle der Branche – darunter verstehen wir die Betriebe und die MitarbeiterInnen in diesen Betrieben – leben zu können.

 

Da diese gemeinsame Basis derzeit leider nicht mehr gegeben ist, kündigt der Verband Druck & Medientechnik die grafischen Kollektivverträge. (Ausnahme: Für den Bereich Zeitungen gilt der Kollektivvertrag auf jeden Fall noch bis Ende 2013; hier ist keine Verhandlung notwendig. Ebenfalls nicht gekündigt wurden die Lohn- und Gehaltstabellen).

 

Die Kollektivverträge haben entsprechend der 6-monatigen Kündigungsfrist formal Gültigkeit bis 31. März 2012. Ziel der Verhandlungen ist die Schaffung eines zeitgemäßen Kollektivvertrags, der den geänderten Rahmenbedingungen der Branche Rechnung trägt.

 

 

Hintergrundinformationen zur Kündigung finden Sie im Pressebereich.

 

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