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Verband Druck & Medientechnik

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25.01.2012

Über Kollektivvertrag verhandeln statt streikenÜber Kollektivvertrag verhandeln statt streiken

Wien, 25. Jänner 2012: Die Gewerkschaft hat für heute Warnstreiks in Druckereien an-gekündigt. Wieviele Mitarbeiter in Druckereien tatsächlich der Aufforderung folgen, ist noch nicht bekannt. Derzeit haben nur in einigen Betrieben Versammlungen begonnen. Der Verband Druck & Medientechnik empfiehlt der Gewerkschaft die Rückkehr an den Verhandlungstisch. „Die Gewerkschaft sollte mit uns ernsthaft über den Kollektivvertrag verhandeln statt zu Warnstreiks aufzurufen,“ sagt  Präsident Rudolf A. Cuturi.

„Immerhin hat die Gewerkschaft die Verhandlungen abgebrochen, also liegt es an ihr, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, meint Präsident Cuturi. Und er spart nicht mit Kritik an dem Verhandlungsteam der Gewerkschaft: „Beide Seiten wissen, dass kostendämpfende Maßnahmen im Kollektivvertrag notwendig sind, um die seit Jahren schrumpfende Branche zu stützen. Doch die Gewerkschaft will anscheinend gar nichts am Kollektivvertrag ändern. Anders können wir im Verband uns das derzeitige Verhalten der Gewerkschaft nicht erklären.“

Verband Druck & Medientechnik für Richtigstellung

Fakt ist, dass der Verband Druck & Medientechnik eine Wochenarbeitszeit von allgemein üblichen 40 Stunden statt bisher 37 Stunden sowie das flexible Arbeitszeitmodell erweitern möchte. „Andere von der Gewerkschaft unterstellten Forderungen sind falsch oder verkürzt dargestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Druckereien sollen offenbar gezielt verunsichert und so zu Streiks motiviert werden. Dabei haben wir keine Zeit für Spielchen“, so Rudolf A. Cuturi und verspricht: „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen.“

Drastische wirtschaftliche Lage fordert alle

Allein in den letzten drei Jahren schrumpfte die Zahl der Beschäftigten im grafischen Gewerbe von 13.000 auf 10.500 Arbeitnehmer. Der Umsatz der österreichischen Druckereien sinkt stetig, 2011 wa-ren es minus drei Prozent. „Natürlich reicht es nicht, nur den Kollektivvertrag zu reformieren, um wieder wettbewerbsfähig zu sein. Aber er ist ein wichtiger Baustein, um den Druckstandort Österreich zu sichern“, so Rudolf A. Cuturi. Bis zum 31. März 2012 gilt der derzeitige Kollektivvertrag, das sind noch 9 Wochen. „Bei Goodwill von beiden Seiten könnte es ohne Weiteres noch zu einem tragbaren Kompromiss kommen“, so Cuturi.

Weitere Informationen in den Pressemitteilungen

Weitere Informationen über den grafischen Kollektivvertrag

 

 

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Entwicklung der Arbeitsplätze in der Druckbranche